Der Kontakt mit Pferden ist anregend und entspannend zugleich: Diese Tiere berühren uns durch ihre analoge Kommunikation besonders auf der emotionalen Ebene und halten uns zu ständiger geistiger und körperlicher Bewegung an. Pferde gehen mit unerschrockenem und unvoreingenommenem Gemüt auf Menschen zu. Sie sehen uns mit anderen Augen, denn sie lesen nicht in gesellschaftlichen Codes von Kleidung, Schönheit und Norm. Ihre Sinne lesen im Ausdruck, in der Körpersprache und in der Bewegungsqualität. Pferde können in unseren Bewegungen Gefühle sehen.

Die Ausbildung zu Therapiepferden ist sehr komplex und langwierig. Wurde diese jedoch absolviert, können Pferde die Equotherapie folgendermaßen unterstützen:

Das Therapiepferd als Sprachrohr von Gefühlen.
Therapiepferde dienen den TherapeutInnen als Lautsprecher von Emotionen. Doch auch die KlientInnen sollen lernen, die Sprache der Pferde zu deuten und so ein emotionales Feedback zu erproben.

Das Therapiepferd als Animateur und Begleiter.
Therapiepferde sind für viele KlientInnen die Motivation, über ihren eigenen Schatten zu springen und sich Themen und Übungen zu stellen. Ganz nebenbei bauen Pferde Ängste ab und verringern Peinlichkeiten. Pferde halten die Therapiestunden im Hier und Jetzt ab und machen aus dem Ernst der Lage ein Spiel.

Das Therapiepferd als Trainer für das Leben.
Im Zuge von Spielen und Mutproben, in Einzel- oder Gruppenübungen setzen sich die KlientInnen intensiv mit den Therapiepferden auseinander. Daraus ergibt sich ein gutes Training für das Leben, den Alltag und den Kontakt zu Mitmenschen.


Unsere Therapiepferde

El buena Felicità

Geboren:1994 in Uruguay
Rasse: Mestiziò
Stockmaß: 145 cm

Aloha!
Ich komme aus Uruguay, das ist ziemlich weit weg – es liegt in Südamerika! Ich bin in einem Reservat als „Wildpferd“ aufgewachsen, bis man mich auf ein Schiff getrieben und nach Europa gebracht hat. Das war die schlimmste Reise meines Lebens.
Nach einigen Irrwegen bin ich bei Roswitha gelandet. Bei ihr habe ich gelernt, dass auch Menschen Gefühle wie wir Pferde haben. Seither bin ich Spezialistin für „Menschensprache“ geworden. Menschen, die mit anderen Menschen nicht so gut reden können, kommen zu mir und ich versuche sie „ohne Worte“ zu verstehen.

Was ich gut kann, ist Chef sein! Zum Glück habe ich eine kleine Herde, in der ich für Recht, Ordnung und Harmonie sorgen kann. Meine besten Freunde sind Ponies, die ich gerne vor den Großen beschütze.


Sorita Fé

Geboren: 1998 in Argentinien
Rasse: Criollo
Stockmaß: 145 cm

Sorita Fé bedeutet Lächeln und Glaube. Sorita ist eine sehr freundliche Stute und ihr Name drückt ihr Gemüt gut aus. SIE glaubt an das Lächeln in jedem Kind, dem sie begegnet. Mit unerschrockenem Gemüt geht sie auf Menschen zu, egal, wie sie aussehen, ob sie krank sind oder nicht. Sorita sieht mit anderen Augen, sie sieht die Gefühle der Menschen, denn ihre Augen lesen nicht die gesellschaftlichen Codes von Kleidung, Schönheit und Norm, ihre Augen und all ihre anderen Sinne lesen den Ausdruck, die Körpersprache, die Bewegungsqualität.

Sorita wuchs als Fohlen in der Wildnis Südamerikas auf. Dort lernte sie viel über Gruppendynamik in Pferdeherden; sie begriff, wie wichtig die Körpersprache ist, um sich auszudrücken, um andere zu beeindrucken und um die eigenen Gefühle mitzuteilen. Mit vier Jahren kam sie nach Europa, es war keine leichte Zeit, aber schon bald fand sie ein Zuhause im Projekt e.motion, wo man ihre Fähigkeiten erkannte und wo ihr neues Leben ebenso wie ihre Berufslaufbahn begann.


Golfi Jokki Macciato

Golfi Jokki Macciato

Vorname: Jokki
Nachname: Golfi Macciato
Geburtstag: 11.4.2007
Ich gehöre zur Familie der Criollos

Hallo!… ich bin’s der Jokki!
Ich bin einfach da und liebe es im Mittelpunkt zu stehen, schließlich bin ich ja hier im Stall geboren und kenne mich von klein an hier gut aus.
Mein Kopf ist immer voll kreativer, lustiger Ideen, ich liebe es neue Aufgaben auszuprobieren und Material zu erkunden- spielen ist für mich sehr wichtig! Für dich auch? Das ist gut dann haben wir schon etwas gemeinsam! :-)
Ich gehe die meisten Dinge mit Ruhe an und mag keinen Stress. Ich kann mich sehr gut gemeinsam mit dir entspannen und schenke dir durch meine Ruhe neue Kraft.
Natürlich tolle ich auch gerne wie jedes anderes Pferd mal über die Weide und habe Spaß mit meinen Pferde-Kumpels!
Wenn’s mir mal nicht gut geht, dann lehne ich mich gerne bei meiner Mama Sorita Fe’ an, ich mag sie sehr. Mein Papa Calfiao Chingolo ist sehr weit weg, er lebt nicht bei uns sondern in einem anderen Land.
Wenn etwas ungerecht ist kann ich sehr beleidigt sein. Aber das kommt sehr selten vor weil ich meistens viel Freude und Lustigkeit in mir hab.
Zum Glück habe ich fast vor nichts Angst und bin mutig.
Wenn was zu lange dauert und mir fad ist, dann werde ich noch etwas ungeduldig, aber ich werde das noch lernen schließlich bin ich ja noch jung und besuche ja noch die Schule.
Das Essen ist für mich auch eine große Leidenschaft, besonders das grüne Gras im Frühling!
Am liebsten bin ich in der Natur unterwegs, lange Wanderungen mit meinen lieben Menschen oder Ausflüge mag ich besonders. Es macht mir genauso Freude wenn wir gemeinsam in unserer Stunde in den Wald gehen und die Vögel zwitschern hören oder über die Wiese laufen. Ich freue mich auf gemeinsame Abenteuer mit dir und auf viele neue Ideen die wir gemeinsam haben und ausprobieren können.

Dein Jokki


Prinsessa fra Storadal

Geboren: 1990 in Island
Rasse: Isländer
Stockmaß: 135 cm

Ursprüglich komme ich aus Island und bin dort in einer großen Herde aufgewachsen. Mit 4 Jahren landete ich jedoch nach einem langen, sehr leidvollen Transport in Österreich. Ich musste einiges erdulden, bis Verena mich fand und nun sind wir gerade dabei, uns gegenseitig gut kennenzulernen und einander zu verstehen. Sie hört mir zu und ich höre ihr zu.
Meine Erfahrungen und mein Wissen teile ich auch mit Menschen, die Ähnliches erlebt haben – Angst, Unverständnis, Hoffnungslosigkeit. Menschen, die sich zurückziehen und weglaufen. Gemeinsam finden wir neue Wege – ohne Worte, mit viel Gefühl und Geduld.


Rain of Atacama

Geboren: 1999 in Südamerika
Rasse: Mestizió
Stockmaß: 150 cm

Buenos Dias!

Ja, ich weiß, das hört sich merkwürdig an, aber ich komm nun mal aus einem Land, in dem man das sagt, wenn man sich „Guten Tag“ wünscht! Wie Tamino, Sorita und Felicità habe ich eine sehr lange und mühevolle Reise hinter mir: Die ersten sechs Jahre meines Lebens durfte ich als Wildpferd durch die scheinbar endlose Weite der Pampa laufen – so heißt die Steppe Südamerikas. Ich lebte in einer großen Herde und Menschen sah ich nur sehr sehr selten! Eines Tages aber wurde ich eingefangen, ich lernte Menschen auf meinem Rücken zu tragen und schließlich brachte mich ein Schiff nach Europa. Es war eine entsetzlich lange und unangenehme Reise! Nun ja, die weiteren Jahre meines Lebens habe ich in Österreich, genauer gesagt in Marchegg verbracht. Dort gab es sehr große und weite Flächen, ich lernte meine neue Pferdeherde kennen und brachte sogar zwei kleine Pferdekinder auf die Welt. Wenn nicht immer ein Zaun um unsere Koppeln herum gewesen wäre, hätte ich vor allem im Sommer fast meinen können, ich wäre wieder in Südamerika. Doch dann änderte sich mein Leben noch einmal … Im Sommer 2008 kamen einige Menschen, meine Fohlen und ich wurden bestaunt, die Menschen besprachen sich, machten Fotos und fuhren dann wieder. Sie kamen noch einmal und noch einmal und ich begann mich zu wundern. Am 22. August war es dann soweit: Ein großes Auto fuhr vor und ich machte mich wieder auf die Reise! Aber diesmal waren es nicht so viele Kilometer und Stunden … Als wir ankamen, sah ich kleine Felder, Bäume und viele, viele Hügel … außerdem ein hölzernes Tor mit bunten Buchstaben: S-T-E-I-N-B-A-C-H-H-O-F … hinter dem Hoftor hörte ich ein aufgeregtes Wiehern und Schnauben und dann ging es auch schon auf die steile Waldkoppel, um diese bunte neue Pferdefamilie kennenzulernen. Da gab es auf einmal die kleine und unnahbare Daisy, den frechen Tamino, die umsichtige Felicità und noch viele mehr. Nach und nach lernte ich alle kennen und gewöhnte mich an mein neues Zuhause.

Ich fing aber auch an, ganz neue interessante Seiten an den Zweibeinern zu entdecken, die viel Kontakt und Nähe zu mir suchten. Manchmal war ich etwas misstrauisch ihnen gegenüber, da ich in Südamerika und vor allem auf meiner langen Überfahrt auch viele schlechte Erfahrungen mit ihnen machen musste. Ich lernte neue Seiten an ihnen kennen und die viele Dinge, die ich gemeinsam mit ihnen unternahm, brachten Abwechslung und machten mich sehr neugierig! Menschen können eben viel mehr als sich nur auf dem Pferderücken schaukeln zu lassen! Hin und wieder erlaube ich mir auch einen kleinen Scherz mit ihnen … tue extrakompliziert und lasse meinen Dickschädel durchkomme n… warum soll nur ich im Leben Herausforderungen zu meistern haben? Das Leben wäre sonst ja langweilig … Durch meine Geschichte und das, was ich schon erlebt habe, weiß ich aber auch, was im Leben wichtig ist. Mich kann nichts so leicht erschüttern, ich lasse mich aber auch nicht so leicht überzeugen. Ich bin sehr verantwortungsbewusst und fürsorglich, manchmal aber auch ungestüm, voller Power und eigener Vorstellungen vom Leben … die goldene Mitte zwischen diesen Gegensätzen zu finden … das ist wahrscheinlich eine Aufgabe, die mir das Leben noch stellt.

Eines möchte ich euch aber noch verraten! Am 26. April 2011 habe ich ein kleines Hengstfohlen zur Welt gebracht. Sein Vater heißt Mandinga und wohnt in Bad Reichenhall. Ich habe mich schon seeehr auf dieses neue kleine Leben gefreut und bin sicherlich eine super Mami, weil ich ja schon genügend Übung habe – es heißt viel geben und aufpassen, dafür aber auch unglaublich stolz sein! Nachdem mein Name “Rain of Atacama” soviel wie Regen und damit Hoffnung in einer der trockensten Wüsten der Erde bedeutet, sage ich euch noch was KURUMI, so heißt dieses besondere Fohlen nämlich, bedeutet… Regentropfen und Sonnenschein… das gibt einen wunderschönen und strahlenden REGENBOGENKURUMI eben!


Inti Jallu Kurumi

Geboren: 27.4.2011
Rasse: Criollo
Stockmaß: 150cm

Der Boden ist noch Nass… kleine Tropfen springen munter vom Himmel, es riecht nach Regen (Jallu) und doch zeigen kleine Elfen aus Wasserdampf die sanft sich vom Boden erheben, dass sie da ist die Sonne (Inti) und währen Sonne und Regen sich begegnen, spannt sich lautlos und sacht ein Bogen über den Himmel der alle Farben und Elemente vereint, der seit Jahrtausenden Menschen in demütiges Staunen versetzt… KURUMI, der Regenbogen!

Inti Jallu KURUMI heiße ich und wie kaum einer in dieser Herde kenne ich Regen und Sonne und weiß um den Zauber der entsteht wenn Regen und Sonne zusammentreffen!
Kurumi heißt Regenbogen und ist übersetzt aus der Sprache Aymara, einer alten „Indianer“ Sprache aus Südamerika, woher meine Mama und mein Papa kommen. Geboren bin ich im Otto Wagner Spital am 27.4.2011 in Wien, im wunderschönen Stall von e.motion, als Sohn von Rain of Atacama und Mandinga, dem Zauberer. Ich bin auch Kind von Alfred Zink, Roswithas Vater, er hat Roswitha zum Abschied meine Entstehung geschenkt. Gute Voraussetzungen, um ein besonderes Pferd für Kinder in Not zu werden, habe ich nicht nur weil ich sehr „Menschenflüster“ talentierte Eltern habe. Das Leben stellte mir schon große Aufgaben, eine sehr schwere Krankheit, alleine im Pferdespital und mit unerträglichen Schmerzen habe ich allen Prognosen zum Trotz gezeigt: dass IMMER WAS GEHT! Ich habe gekämpft, um mein Leben und mit mir viele von Euch, die mir gute Gedanken gesandt haben. Danke nochmal dafür, es ist ein besonderes Gefühl und eine unbändige KRAFT, wenn jemand wirklich an einen GLAUBT!
Jetzt bin ich fast erwachsen, meine Pferdeschulzeit ist sehr intensiv, fast täglich übe und arbeite ich mit Renate oder Roswitha, was mir große Freude macht. Aber auch anstrengend ist: Schule eben!
Sanft, liebevoll und verantwortungsbewusst bin ich, für mein Alter, schon immer viel zu ernst. Aber ich kann auch sehr flink und frei wie der Wind sein, wenn ich mit meinem besten Freund Yakari über die Wiesen am Lichtblickhof fliege. Oder wenn ich liebevoll bei meiner Tochter Cocuya stehe und staune, wie sie groß wird. JA ich bin jung schon Papa, und es ist wunderschön und wichtig für mich mit meiner kleinen Familie zusammen zu sein.
Pferd sein ist sehr besonders, weil man sehr viel spüren kann und ich spüre besonders gut Gefühle anderer, daher muss ich sehr viel üben, das „VIELE“ was ich wahrnehme auch zu ordnen. Bevor ich arbeite ist das wichtig und es braucht noch Zeit, bis ich mit vielen verschiedenen Kindern und ihren unterschiedlichen Herzschlägen arbeiten kann. Ja stellt euch vor ich kann von außen euren Herzschlag hören, wenn ich neben euch stehe, ich höre und spüre wie er sich verändert wenn ihr Lacht, oder weint, wenn ihr auf meinem Rücken sitzt oder mitsammen plaudert.
ICH FREU mich auf viele KINDER und gemeinsame Abenteuer mit einem von EUCH auf meinem Rücken, denn Kraft habe ich SEHR viel!

Bis bald…
Euer
KURUMI


Daisy

Geboren: 1993 in Niederösterreich
Rasse: Shetty
Stockmaß: 110 cm

Wiehher!

Ich bin Daisy! Ich bin zwar die „Kleinste“ im Team, aber ich habe wirklich viel drauf! Zum Glück wissen das die anderen und deshalb bin ich der Zirkusstar in unserer Herde. Begonnen hat mein Leben als Jahrmarktpony, aber das ist lange her und längst vergessen.

Jetzt arbeite ich mit vielen verschiedenen Kindern. Oft fassen sie zu mir als erstes Vertrauen, weil ich ja auch sehr lieb und obendrein nicht so hoch wie die anderen bin. So versuche ich Kindern das „wahre“ Ponyreiten beizubringen; dabei kommt es hin und wieder zu Missverständnissen, wer der Chef ist, aber meistens habe ich es gut im Griff.

Apropos Griff: Meine “Zirkustrainerin” Sophie holt mich immer mit einem Pfiff von der Weide … dann komme ich angaloppiert und sehe nach, was wir gemeinsam unternehmen. So, jetzt wisst ihr genug von mir und ich möchte wieder herumlaufen!

Bis bald!


Florian

Geboren: 1994 in Oberösterreich
Rasse: Isländer
Stockmass: 146 cm

Im Alter von 6 Jahren kam ich nach Wien, ins Areal der Baumgartner Höhe. Meine Therapiepferdkarriere begann also sehr früh und ich arbeitete sehr tapfer. Eigentlich bin ich sehr an Menschen interessiert, freundlich und neugierig, aber manchmal missverstehen das die Menschen als eigenwillig. Es stimmt doch, dass man seine eigene Meinung haben soll. Bei mir meinen manche, ich wäre stur, was völlig aus der Luft gegriffen ist.

Eigentlich kann man mich als Spitzbub bezeichnen, da ich liebend gerne Sachen umstoße und erforsche (z. B. Eimer, Putzkoffer). Manchmal macht das den Menschen Arbeit, dann fluchen sie so lustig. Im Umgang mit Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern bin ich ein einfühlsames Pferd und meist sanft und behutsam.
Ich liebe es zu galoppieren und wenn dabei ein Kind auf meinem Rücken gluckst, ist das Leben perfekt. Generell muss ich sagen, dass hier immer ein bisschen viele Frauen um mich herum sind. Deshalb freue ich mich besonders, wenn auch mal Männer und Burschen zu mir kommen! Frauen, finde ich, brauchen ein bisschen mehr Herausforderung – dafür sorge ich auch, grins. Seit zwei Jahren gibt es zwei, die ich besonders „fordere“ und die viel mit mir üben. Ich genieße es, jetzt mal für jemanden das einzige geliebte Pferd zu sein. Es sind meine Bezugspferdebetreuerinnen Sandra und Corinna … seid gegrüßt, meine „Kleinen“ ;o) – bis zum nächsten gemeinsamen Ritt!


El benigno Tamino

Geboren: 2001 in Argentinien
Rasse: Criollo
Stockmaß: 150 cm

Buenos días!

Meine Geschichte beginnt in einem weit entfernten Land. Als frei geborener Criollo verbrachte ich meine Kinderzeit auf den Weiden Argentiniens. Aber diese Zeit endete sehr plötzlich: Als eines der vielen Opfer eines Pferdetransports, der am 20. April 2006 begann, habe ich eine Odyssee hinter mir. Unter Deck eines Schiffes bin ich weiter gereist als die meisten Menschen, mit Spirit im Kopf und „Sound of bugle“ in den Ohren … Die Lieder des Windes und die Zeichen der Natur kenne ich gut, sie ließen mich nicht verzweifeln und an ein Happy End glauben.

Am 25. Mai kam ich auf den Steinbachhof. Plötzlich waren Menschen um mich, die vorsichtig und liebevoll mit mir umgingen. Der Wunsch nach Anschluss wuchs in mir, doch die Menschen mussten erst mein Vertrauen verdienen und Respekt beweisen, ehe ich sie wieder an mich heran ließ.
Es kam ein Mädchen, das öfter zu mir in die Box kam und sichtlich um Kommunikation bemüht war. Zuerst ignorierte ich sie natürlich, doch dann wurde ich neugierig und suchte Kontakt. Es zeigte sich, dass Menschen meine Sprache verstehen können! Ich konnte wieder Vertrauen zu ihnen fassen, meinen Kummer über die verlorene Freiheit mit jemandem teilen – und zeitweise sogar vergessen. Dieses Mädchen hieß Constanze. Mit ihr machte ich meine ersten Schritte auf dem Weg zum richtigen Therapiepferd.

Mittlerweile kann ich die Welt wieder genießen. Ich nehme sie mit wachen und hellen Augen wahr und entdecke jeden Tag neue Dinge, die das Leben lebenswert machen. In mir steckt nämlich ein Freigeist und Rebell, ein Pferd voll von Träumen und Piraten, die auf das ECHTE Leben warten.

Das war’s dann mal von mir – ich bin schon sehr gespannt auf euch! Hoffentlich bis bald!


Alaska

Geboren: 1995 in Österreich
Rasse: Shetlandpony
Stockmaß: 116 cm

Hallo liebe Freunde!

WAS?!? – ihr kennt mich noch nicht? Na dann wird’s aber höchste Zeit! Ich bin Alaska, aber die meisten nennen mich Lasky. Ich bin zwar nicht gerade groß, aber im Herzen bin ich RIESIG. Ich bin eine Shetlandponydame und habe mit meiner besten Freundin Felicitas schon so manches Abenteuer bestritten.
Bevor ich zu e.motion gekommen bin war ich ein Karussellpony – doch die Zeit ist schon fast vergessen. Denn seit vielen Jahren darf ich jetzt als Therapiepony Kinder begleiten und ihnen neuen Lebensmut schenken, wenn sie es gerade so schwer haben wie ich damals. Wie ich das mache? Na mit viel Humor natürlich! Ich liebe es nämlich mir lustige Dinge auszudenken. Was ich nicht leiden kann ist, wenn man mich unterschätzt – ihr würdet staunen, wenn ihr wüsstet was ich alles kann! Eine kleine Schwäche habe ich allerdings – bei Essen kann ich kaum widerstehen, aber für euch bemühe ich mich natürlich sehr! Aber auch wenn es so aussieht als wäre ich faul – für die, die mein Herz gewonnen haben würde ich Berge versetzen.

Bis bald ich freue mich auf euch!
Eure Lasky


Farah

Geboren: 2002
Rasse: Tinker
Stockmass: 152 cm

Hallo ich bin Farah!
Ich habe in meinem Leben schon sehr viel mitgemacht!
Geboren wurde ich nämlich in Irland. Von dort reiste ich ins weit entfernte Burgenland. Dann ging meine Reise weiter und ich kam nach Niederösterreich! In N.Ö. kam auch mein Sohn Yakari auf die Welt. Damit Yakari nicht alleine aufwachsen muss, sondern einen Freund zum Spielen hat, zogen wir weiter zu e.motion!
Im Otto Wagner Spital, bei e.motion, lernte ich auch Gundi kennen. Sie kam immer öfter zu mir und wir unternahmen gemeinsam schöne Ausflüge und erlebten allerlei Abenteuer! Mittlerweile sind wir schon ein richtig eingespieltes Team und das freut mich sehr, weil ich noch nie eine echte Menschenfreundin hatte! Gundi hat mir beigebracht wie Menschen „sprechen“ und ich habe gelernt, wie sie mich verstehen können! Das war schwer für mich, aber ich habe schnell gelernt und jetzt macht es mir viel Spaß!

Ich freu mich auf gemeinsame Abenteuer mit Euch

Eure Farah


Yakari

Yakari Carant

Geboren: 24. April 2011
Rasse: Tinker
Stockmaß: ca. 153 cm

Hallo!

Ich bin Yakari Carant, das bedeutet, der mit den Tieren und Freunden spricht, aber alle nennen mich YAKARI.

Es gibt auch eine Fernsehserie, die genauso heißt, da erlebt ein kleiner Indianer ganz viele Abenteuer mit seinen Freunden. Genauso wie der Indianer habe ich schon manches Abenteuer bestanden und werde ganz bestimmt noch viele weitere erleben, gemeinsam mit meinen Menschen- und Tierfreunden.

Mein erstes großes Abenteuer habe ich sehr früh erlebt, das war der Umzug zu e.motion. Geboren bin ich nämlich in Niederösterreich. Das war sehr aufregend, aber ich habe es gut gemeistert und bin hier sehr sehr glücklich. Am liebsten spiele ich mit Kurumi, er ist mein bester Freund. Mit ihm kann man richtige Abenteuer erleben und super raufen und toben!

Außerdem schaue ich mir alles immer ganz genau an, manchmal nehme ich die Sachen auch gerne in den Mund, man muss ja immer wissen, womit man es zu tun hat … Wenn ich dann so richtig müde vom Spielen bin, liebe ich es, gekrault zu werden, da kraule ich auch immer gleich zurück, um zu zeigen, wie toll ich das finde. Leider erwische ich nicht immer die richtige Dosis, es fällt mir noch ein bisschen schwer zu begreifen, dass Menschen empfindlicher sind als Pferde, aber ich übe ganz viel und meine Menschen-Mama Cora hilft mir dabei.

Später möchte ich mal ein Therapiepferd werden, bis dahin ist es allerdings noch ein langer Weg, auf den ich mich schon sehr freue …

Kurumi hat gerade gerufen! Ich werd mal schauen, was er entdeckt hat …

Ich freu mich schon sehr auf gemeinsame Abenteuer mit euch!

Bis dann,
euer Yakari.


Soltura

Calfiao Soltura

Geburtstag: 8. Juni 2008

Rasse: Criollo

Hallo ihr,

ich bin’s, die Soltura. Wie ihr wisst hab ich mich im September 2014 vom südlichsten Zipfel Deutschlands zu euch auf die Reise gemacht, um die Sprache der Menschen besser zu verstehen. Das ist nämlich nicht immer so einfach... Aber ich mache schon große Fortschritte und werde immer besser. Für Abenteuer bin ich immer zu haben, egal ob beim Ausreiten oder in der Halle, entdecke ich gerne Neues mit euch.

Meine Lieblingsfarbe ist dunkelblau, so könnt ihr in der Sattelkammer mein Halfter leicht finden.

Wenn ihr mich besuchen kommt, zeige ich euch welche Zirkustricks ich auf Lager habe und vielleicht habt ihr dann eine Karotte oder einen Apfel für mich. Das esse ich nämlich am Liebsten. Wer mich schon ein bisschen kennt, weiß, dass ich anfangs einen kugelrunden Bauch hatte. Das lag nicht daran, dass ich gerne nasche, sondern an Soyala. Der kleine Wirbelwind hat mich nach ihrer Geburt am 14. April 2015 ganz schön auf Trab gehalten, weil ich als sehr fürsorgliche Mama nichts falsch machen wollte.

Am Schönsten finde ich es gebraucht zu werden. Und das passt auch gut zu meinem Spitznamen. Ich werde auch Sol genannt, das ist spanisch und bedeutet Sonne.

Als Sonnenschein kann ich nämlich auch euch zum Strahlen bringen.


Ich freu mich, wenn ihr bald vorbeischaut!

Eure Soltura

 

 

Rüdiger

Rüdiger

 

Geboren am: 22. März 2011

Rasse: Warmblut

Stockmaß: ca. 151 cm

 

 

Hallo ihr Lieben!

Manche von euch haben mich vielleicht schon mal im Stall herumspazieren gesehen – ich bin Rüdiger! Im Moment gehe ich noch in die Schule und lerne ganz viele Sachen. Unter anderem auch die Menschensprache damit ich euch besser verstehen kann!

Ich versuche ganz oft meine Menschenfreunde dazu zu bewegen, meine Ideen umzusetzen. Aber ich bin mir auch oft sehr unsicher, wenn wir das dann tatsächlich auch machen! Kennt ihr das?!

Im Moment starte ich erst mit den ersten Einheiten mit euch… Aber nicht mehr lange und ich bin auch voll dabei! Ich freue mich schon sehr darauf mit euch gemeinsam viele bunte Sachen zu entdecken und gemeinsame Abenteuer zu erleben!

Bis bald,

euer Rüdiger

 

 

 

Pipistrela

La Esperanza Pipistrela

Geburtstag: 7. März 2009

Rasse: Criollo

Stockmaß: 1,44 m

Hallo Hallo!

Ich bin die Pipistrela. Das ist spanisch und bedeutet Fledermäuschen. Wie eine Fledermaus mit einem Echolotsystem,  kann ich Stimmungen und Spannungen bei Kindern und Jugendlichen wahrnehmen und ihnen dabei helfen, auch die dunklen Zeiten gut zu meistern und gemeinsam schöne Momente erleben. Ich übe ganz viel und fleißig alles, was ein Therapiepferd können muss, damit ich wie die Großen Kinderherzen auf meinen Flügeln tragen kann.

Denn Therapiepferd zu sein ist mein Traumberuf.

Ich freue mich schon sehr, euch kennen zu lernen und auf viele gemeinsame Abenteuer!!

 


Pipi

 

Unsere Philosophie im Umgang mit Pferden

Unser Konzept der Pferdehaltung ist komplex, da es sich an den natürlichen Bedürfnissen der Pferde orientiert. Schlagworte zu unserer Pferdehaltung sind: Abwechslung, Selbstbestimmung, ArtgenossInnen, Beschäftigung, Bewegung

Der Umgang mit Tieren

Tiere haben ein Bewusstsein, Gefühle und eine Psyche, die der des Menschen in ihren basalen Bedürfnissen ähnlich ist. Sie verdienen es, dass ihre Persönlichkeit und ihre Privatsphäre respektiert werden, im Gegenzug erwarten wir von ihnen ein angepasstes Verhalten an die notwendigen Regeln des Zusammenlebens mit Menschen. Dieses Abkommen erzeugt ein kooperatives Zusammenspiel zwischen unseren Tieren und unseren KlientInnen.

Der Umgang mit Pferden

Wir haben insgesamt 17 Pferde. Alle im Therapiebereich eingesetzten Pferde haben eine zwei- bis dreijährige Grundausbildung genossen und dürfen erst dann als e.motion Therapiepferde arbeiten. Dies bringt eine hohe Verlässlichkeit gepaart mit viel „Verstand“ der Tiere für ihren Job mit sich.

Pferde sind Lebewesen wie Menschen auch; das heißt nicht, dass man Pferde im Bezug auf unsere Kulturtechniken „vermenschlichen“ sollte, sondern, dass die basalen Gefühle und Bedürfnisse von Pferden und Menschen ähnlich sind. Pferde sind (in unserem Sinn) nicht vernünftig, daher müssen w i r auf sie „aufpassen“ wie auf Kinder.

Pferde sind Herdentiere. Sie wissen, dass es eine Rangordnung gibt und sie müssen ihrem Leittier oder menschlichen „Führer“ voll vertrauen können. Sie müssen selbstverständlich annehmen können, dass er oder sie jede Situation richtig einschätzt. Nur wenn sie dieses Vertrauen haben, werden sie R e s p e k t schenken. Vertrauen hat nichts damit zu tun, wie „lieb“ jemand mit seinem Pferd umgeht. Sehr vorsichtiges, verhätschelndes, fragendes, bemutterndes Verhalten kann Pferden das Gefühl geben, der Mensch möchte seine Leittier-Verantwortung nicht tragen, sondern sucht seinerseits Schutz beim Pferd. Dies führt nicht zu Vertrauen und folglich auch nicht zu Respekt, je nach Pferdetyp wird das Pferd die „Zügel selbst in die Hand nehmen” und versuchen, diesen Menschen nach bestem Pferde-Wissen und Pferde-Gewissen in Sicherheit zu bringen. Es wird aber nicht mit diesem Menschen mitgehen, da es ihm nicht vertraut.

Wichtig ist, den Pferden ein klarer, realer Partner zu sein. Pferde haben ein sehr feines Gespür für menschliche „Verdeckungskünste“. Das heißt, wenn ich von einem Pferd etwas will, muss ich das klar als meinen Wunsch und nicht als Frage darstellen.

Druck erzeugt immer Gegendruck. Ziehen, rempeln usw. lösen meist sehr klare Gegenreaktionen aus. Mentaler Druck (gestikulieren, reden, sich groß machen …) ist physischem immer vorzuziehen, da physischer Druck Gegendruck erzeugt.


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