Der Kontakt mit Pferden ist anregend und entspannend zugleich: Diese Tiere berühren uns durch ihre analoge Kommunikation besonders auf der emotionalen Ebene und halten uns zu ständiger geistiger und körperlicher Bewegung an. Pferde gehen mit unerschrockenem und unvoreingenommenem Gemüt auf Menschen zu. Sie sehen uns mit anderen Augen, denn sie lesen nicht in gesellschaftlichen Codes von Kleidung, Schönheit und Norm. Ihre Sinne lesen im Ausdruck, in der Körpersprache und in der Bewegungsqualität. Pferde können in unseren Bewegungen Gefühle sehen.

Die Ausbildung zu Therapiepferden ist sehr komplex und langwierig. Wurde diese jedoch absolviert, können Pferde die Equotherapie folgendermaßen unterstützen:

Das Therapiepferd als Sprachrohr von Gefühlen.
Therapiepferde dienen den TherapeutInnen als Lautsprecher von Emotionen. Doch auch die KlientInnen sollen lernen, die Sprache der Pferde zu deuten und so ein emotionales Feedback zu erproben.

Das Therapiepferd als Animateur und Begleiter.
Therapiepferde sind für viele KlientInnen die Motivation, über ihren eigenen Schatten zu springen und sich Themen und Übungen zu stellen. Ganz nebenbei bauen Pferde Ängste ab und verringern Peinlichkeiten. Pferde halten die Therapiestunden im Hier und Jetzt ab und machen aus dem Ernst der Lage ein Spiel.

Das Therapiepferd als Trainer für das Leben.
Im Zuge von Spielen und Mutproben, in Einzel- oder Gruppenübungen setzen sich die KlientInnen intensiv mit den Therapiepferden auseinander. Daraus ergibt sich ein gutes Training für das Leben, den Alltag und den Kontakt zu Mitmenschen.


Unsere Therapiepferde

El buena Felicità

Geboren:1994 in Uruguay
Rasse: Mestiziò
Stockmaß: 145 cm

Aloha!
Ich komme aus Uruguay, das ist ziemlich weit weg – es liegt in Südamerika! Ich bin in einem Reservat als „Wildpferd“ aufgewachsen, bis man mich auf ein Schiff getrieben und nach Europa gebracht hat. Das war die schlimmste Reise meines Lebens.
Nach einigen Irrwegen bin ich bei Roswitha gelandet. Bei ihr habe ich gelernt, dass auch Menschen Gefühle wie wir Pferde haben. Seither bin ich Spezialistin für „Menschensprache“ geworden! Menschen, die mit anderen Menschen nicht so gut reden können, kommen zu mir und ich versuche sie „ohne Worte“ zu verstehen.

Was ich gut kann, ist Chef sein! Zum Glück habe ich eine kleine Herde, in der ich für Recht, Ordnung und Harmonie sorgen kann. Meine besten Freunde sind Ponies, die ich gerne vor den Großen beschütze.


Sorita Fé

Geboren: 1998 in Argentinien
Rasse: Criollo
Stockmaß: 145 cm

Sorita Fé bedeutet Lächeln und Glaube. Sorita ist eine sehr freundliche Stute und ihr Name drückt ihr Gemüt gut aus. SIE glaubt an das Lächeln in jedem Kind, dem sie begegnet. Mit unerschrockenem Gemüt geht sie auf Menschen zu, egal wie sie aussehen, ob sie krank sind oder nicht. Sorita sieht mit anderen Augen, sie sieht die Gefühle der Menschen, denn ihre Augen lesen nicht die gesellschaftlichen Codes von Kleidung, Schönheit und Norm, ihre Augen und all ihre anderen Sinne lesen den Ausdruck, die Körpersprache, die Bewegungsqualität.

Sorita wuchs als Fohlen in der Wildnis Südamerikas auf. Dort lernte sie viel über Gruppendynamik in Pferdeherden; sie begriff wie wichtig die Körpersprache ist, um sich auszudrücken, um andere zu beeindrucken und um die eigenen Gefühle mitzuteilen. Mit vier Jahren kam sie nach Europa, es war keine leichte Zeit, aber schon bald fand sie ein Zuhause im Projekt E-Motion, wo man ihre Fähigkeiten erkannte und wo ihr neues Leben ebenso wie ihre Berufslaufbahn begann.


Golfi Jokki Macciato

Golfi Jokki Macciato

Geboren am: 11.April 2007 in Wien
Rasse: Criollo
Stockmaß: zur Zeit 93cm

Spät am 11.4.07 in der Nacht, hat Mama Sorita Fé mich auf die Welt gebracht. Nach langem Warten war ich sehr schnell da, Califao Chingolo ist der stolze Herr Papa. Er wohnt in der Ferne, trotzdem hat er mich sehr gerne. Auch die Mama liebt mich sehr und das e.motion Team umso mehr. Die Großmutti Dorothea mag ich auch, denn sie krault mir jeden Tag meinen weißen Bauch. Ich bin ein kleiner “Spring ins Feld”, und fühl mich sehr wohl in dieser Welt. Ich hab ein großes Urvertrauen und möchte gerne Brücken bauen. Bin neugierig, fröhlich und heiter und geb es gern an jeden Menschen weiter. Die Bedeutung meines Namens möchte ich noch weiterleiten: es heißt “der Fluß des Lebens mit seinen Sonnen- und Schattenseiten”. Wir alle kennen das aus unserem Leben, deswegen werde ich, wenn ich groß bin meine Kraft weitergeben. Bis dahin hab ich aber noch ein bißchen Zeit, lerne viel und bin schon fast schon ganz gescheit. Jetzt mach ich noch sehr viele Faxen mit meinen weißen langen Haxen. Genieß das Leben und bin froh und schlafe gern im weichen Stroh. Jetzt wißt ihr ein bißchen über mich, wenn ich groß bin steh ich hinter euch – sicherlich!


Prinsessa fra Storadal

Geboren: 1990 in Island
Rasse: Isländer
Stockmaß: 135 cm

Ursprüglich komme ich aus Island und bin dort in einer großen Herde aufgewachsen. Mit 4 Jahren landete ich jedoch nach einem langen, sehr leidvollen Transport in Österreich. Ich musste einiges erdulden, bis Verena mich fand und nun sind wir gerade dabei uns gegenseitig gut kennenzulernen und einander zu verstehen. Sie hört mir zu und ich höre ihr zu.
Meine Erfahrungen und mein Wissen teile ich auch mit Menschen, die Ähnliches erlebt haben – Angst, Unverständnis, Hoffnungslosigkeit. Menschen, die sich zurückziehen und weglaufen. Gemeinsam finden wir “Neue Wege – ohne Worte – mit viel Gefühl und Geduld” !


Atacama

Geboren: 1999 in Südamerika
Rasse: Mestizió
Stockmaß: 150 cm

Näheres zu meiner Geschichte und über mich kommt bald!


Daisy

Geboren: 1993 in Niederösterreich
Rasse: Shetty
Stockmaß: 110 cm

Wiehher!

Ich bin Daisy! Ich bin zwar die „Kleinste“ im Team, aber ich habe wirklich viel drauf! Zum Glück wissen das die anderen und deshalb bin ich der Zirkusstar in unserer Herde. Begonnen hat mein Leben als Jahrmarktpony, aber das ist lange her und längst vergessen.

Jetzt arbeite ich mit vielen verschiedenen Kindern. Oft fassen sie zu mir als erstes Vertrauen, weil ich ja auch sehr lieb und obendrein nicht so hoch wie die anderen bin. So versuche ich Kindern das „wahre“ Ponyreiten beizubringen; dabei kommt es hin und wieder zu Mißverständnissen, wer der Chef ist, aber meistens habe ich es gut im Griff.

Apropos Griff: Meine “Zirkustrainerin” Sophie holt mich immer mit einem Pfiff von der Weide… dann komme ich herauf galoppiert und sehe nach, was wir gemeinsam unternehmen. Na jetzt wisst ihr wohl genug und ich möchte wieder rumlaufen!

Bis bald!


Le petit Filou

Geboren: ...
Rasse: Welshpony
Stockmaß: 125 cm

Lasst euch nur nicht von meinem Äußeren täuschen- eigentlich bin ich ein Großpferd gefangen im Körper eines Ponys! Mein Herz ist riesengroß und „meine“ Kinder liegen mir sehr am Herzen. Am liebsten mag ich strahlende Kinder und um ein lautes Lachen zu hören, lasse ich mir die lustigsten Dinge einfallen- Gott sei Dank hat mir meine Freundin Birgit beigebracht, was Menschen toll finden.
Trotzdem muss ich noch viel lernen, aber dafür bin ich ja hier und schön langsam wachse ich in meine Aufgabe als Therapiepferd hinein!

Leider war mein Leben nicht immer so lustig, jahrelang bin ich mit schmerzenden Füßen in einem dreckigen Stall gestanden und habe von riesengroßen grünen Weiden geträumt. Seit ich bei Birgit wohne hat sich mein Leben zum Glück geändert, ich darf endlich zeigen wer ich bin und was ich kann. Von den grünen Weiden träume ich leider immer noch, aufgrund meiner Hufprobleme darf ich leider nicht alles essen, was mir schmeckt- aber macht nichts, ich trinke dafür liebend gerne Tee!

Ich musste mich erst daran gewöhnen, dass hier alle Pferde zusammenwohnen aber mittlerweile finde ich es toll, dass ich immer jemanden zum spielen oder kraulen finde! Ab und zu finde ich es auch sehr lustig, Alaska zu zwicken- die ärgert sich immer gleich so hihi

Zum Abschied gibt’s einen weichen Nasenstupser und einen Zungenschlecker über die Hand- vielleicht sehen wir uns ja bald…


Glossa

Geboren: 1991 inOberösterreich
Rasse: Isländer
Stockmaß: 140 cm

Hallo, ich bin Glossa!

Ein lustiger Name, nicht? Meine Leute sagen, er passt zu mir, weil er in irgendeiner Menschensprache „scheinen“ heißt… und ich leuchte auch, sagen sie – in der Nacht, wenn es finster ist und für Menschen, die zu mir kommen, wenn sich ihnen dunkle Wolken in den Weg gestellt haben.
Ja, ja das ist schon eine verantwortungsvolle Aufgabe, die ich hier trage und ich mache das schon sehr lange. Ich glaube, seit ich sechs oder sieben Jahre alt war, lebe ich hier im Otto-Wagner Spital.

Vor 2 Jahren hat sich hier vieles verändert. Eine ganze Herde ist angerückt. Am Anfang war ich ja gar nicht begeistert, aber inzwischen habe ich gelernt, was Pferdefreundschaft bedeutet. Ähnlich geht es mir mit Menschenfreundschaften. Ich habe gleich zwei, Karin und Markus, die sich hier kräftig um mich kümmern, worauf ich – unter uns gesagt – schon stolz bin. Obwohl ich schon 15 bin zeigen mir die beiden viele neue Dinge und ich bin immer wieder überrascht, was es da draußen zu entdecken gibt. Da hab’ ich ja mit meinem vielen Dösen früher richtig was versäumt…

Also, vielleicht möchtest ja auch du einmal gemeinsam mit mir auf Entdeckungsreise gehen. Ich freu’ mich schon!


Florian

Geboren: 1994 in Oberösterreich
Rasse: Isländer
Stockmass: 146 cm

Im Alter von 6 Jahren kam ich nach Wien, ins Areal der Baumgartner Höhe. Meine Therapiepferdkarriere begann also sehr früh und ich arbeitete sehr tapfer. Eigentlich bin ich sehr an Menschen interessiert, freundlich und neugierig, aber manchmal missverstehen das die Menschen als eigenwillig. Es stimmt doch, dass man seine eigene Meinung haben soll. Bei mir meinen manche, ich wäre stur, was völlig aus den Wolken gegriffen ist.

Genauer gesagt kann man mich Spitzbub bezeichnen, da ich liebend gerne Sachen umstoße und erforsche (z.B. Eimer, Putzkoffer). Manches Mal macht das den Menschen Arbeit, dann fluchen sie so lustig.
Im Umgang mit Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern bin ich ein einfühlsames Pferd, und meist sanft und behutsam.
Ich liebe es zu galoppieren und wenn dabei ein Kind auf meinem Rücken gluckst, ist das Leben perfekt. Generell muss ich sagen, dass ein bisschen viele Frauen hier herumwandeln und wenn g´standene Männer und Burschen kommen um mich zu reiten, tue ich alles für sie! Die Frauen, finde ich, brauchen ein bisschen mehr Herausforderung – dafür sorge ich dann grins. Seit zwei Jahren gibt es zwei, die ich besonders „fordere“ und die viel mit mir üben. Ich genieße es, jetzt mal für jemanden das einzige geliebte Pferd zu sein. Es sind meine Bezugspferdebetreuerinnen Sandra und Corinna… seid gegrüßt meine „Kleinen“ ;o)- bis zum nächsten gemeinsamen Ritt!


El benigno Tamino

Geboren: 2001 in Argentinien
Rasse: Criollo
Stockmaß: 150cm

Buenos días!

Meine Geschichte beginnt in einem weit entfernten Land. Als frei geborener Criollo verbrachte ich meine Kinderzeit auf den Weiden Argentiniens. Meine Zeit in der Heimat endete plötzlich:
Seit dem 20. April 2006 habe ich als Opfer eines Massentransports eine Odyssee hinter mir. Unter Deck eines Schiffes bin ich weiter gereist als die meisten Menschen, mit Spirit im Kopf und „Sound of bugle“ in den Ohren…
Die Lieder des Windes und die Zeichen der Natur kenne ich gut, sie ließen mich nicht verzweifeln und an ein Happy End glauben.

Am 25. Mai kam ich auf den Steinbachhof. Plötzlich waren Menschen um mich, die vorsichtig und liebevoll mit mir umgingen. Der Wunsch nach Anschluss wuchs in mir, doch die Menschen mussten erst mein Vertrauen verdienen und Respekt beweisen, ehe ich sie wieder an mich heran ließ.
Es kam ein Mädchen, das öfter zu mir in die Box kam und sichtlich um Kommunikation bemüht war. Zuerst ignorierte ich sie natürlich, doch dann wurde ich neugierig und suchte Kontakt. Es zeigte sich, dass Menschen meine Sprache verstehen können! Ich konnte wieder Vertrauen zu ihnen fassen und meinen Kummer über die verlorene Freiheit mit jemand teilen – und zeitweise sogar vergessen. Dieses Mädchen heißt Constanze. Mit ihr mache ich jetzt auch meine ersten Schritte auf dem Weg zum richtigen Therapiepferd.
Mittlerweile kann ich die Welt wieder genießen. Ich nehme sie mit wachen und hellen Augen wahr und entdecke jeden Tag neue Dinge, die das Leben lebenswert machen. In mir steckt nämlich ein Freigeist und Rebell, ein Pferd voll von Träumen und Piraten die auf das ECHTE Leben warten.

Ich bin sehr verantwortungsbewusst und kontaktfreudig. Auf Grund dieser und vieler anderer meiner Eigenschaften werde ich nach meiner Ausbildung einmal ein richtiges Therapiepferd. Ich bin sehr stolz auf meinen zukünftigen Beruf und bemühe mich daher sehr, schnell zu lernen. Manchmal darf ich sogar schon wie „die Großen“ richtig mitarbeiten und in mein künftiges Leben „schnuppern“.

Das war’s dann mal von mir- jetzt bin ich schon sehr gespannt auf euch! Hoffentlich auf bald!


Milnius Papaija

Geboren: 1998 in Litauen
Rasse: New Forest
Stockmaß: 148cm

Hallo ich bin Papaija!

Ich komme ursprünglich aus Litauen wo ich mit meinen Geschwistern aufgewachsen bin. Als ich fast fünf Jahre alt war, wurde ich mit meinen zwei Brüdern nach Österreich gebracht. Dort trennte ich mich von ihnen und lebte fast drei Jahre in Salzburg bis mich Nils auf eine spannende Reise mitnahm. Wir landeten außerhalb von Wien in einem großen Dressur-Reitstall. Das war eine sehr aufregende Zeit für uns. Dort lernten wir uns nämlich auch erst besser kennen. Als dann Ende des Frühlings die Reise weiter ging und wir in einen Stall nahe St.Pölten kamen, veränderte sich meinLeben!!! Ich konnte mit anderen Pferden zusammen sein und das saftige Gras der Koppel genießen. Es war für Nils und mich ein Traum. Ein Traum der Freiheit und des Zusammenseins. Ich lernte lauter neue Pferde kennen. Bald war Glossa meine beste Freundin. Es ist so schön für uns jetzt in einer so tollen Gemeinschaft zu sein.


Alaska

Geboren: 1995 in Österreich
Rasse: Shetlandpony
Stockmaß: 116cm

Hallo! Ich bin Alaska, aber viele nennen mich Lasky, weil das so keck klingt. Ich habe irgendwo das Licht der Welt erblickt und vier Jahre später hat mich unter funkelnden Kerzen, Schneeflocken und Tannenbäumen ein Mädchen am Christkindlmarkt entdeckt. Dort war ich Karussellpony und nicht so froh. Mein Leben änderte sich ab diesem Tag sehr. Das Mädchen hat mich mitgenommen und ich wurde IHR Pony – wir haben uns wirklich zu einem Spitzenteam zusammengerauft und jetzt nach all den Jahren Training und Ausbildung bin ich Therapiepony beim Verein e.motion. Das ist eine schöne Aufgabe, weil ich es sehr gerne habe, wenn viele Kinder mich toll finden. Meine beste Ponyfreundin ist Felicita, wir sind ein unbestechliches Team, außer es geht um etwas zu essen, dann werde ich schwach. Aber jeder hat so seine Schwächen und dafür gehe ich durch DICK und Dünn – wiehh.
Tschüss!


Nikita

Geboren:
Rasse: Russisches Warmblut
Stockmaß:

Ich heiße Nikita und komme aus Russland, wo ich meine ersten drei Lebensjahre verbracht habe. Im Frühjahr 1994 ging es dann nach Tschechien. Dort hat mich Erika entdeckt und wie sagt sie immer, es war für sie Liebe auf den ersten Pferdeblick… Ich habe gleich einmal ausgetestet, wie gut sie im Sattel sitzt und hatte nicht damit gerechnet, dass sie auf einmal auf dem Boden liegt. Sie war mir nicht böse, hat es gleich noch einmal probiert und das war der Beginn einer wundervollen Beziehung, die schon viele, viele Jahre hält in denen wir viel gereist sind und eine Zeitlang auch in der Schweiz gelebt haben.

Seit April 2008 bin ich jetzt hier beim Verein emotion und genieße es sehr, dass Erika viel öfter vorbeikommen kann, weil wir näher beisammen wohnen. Ich lerne in meinem fortgeschrittenen Alter noch eine zusätzliche Sprache, die „Menschensprache“. Das ist nicht immer leicht, aber zum Glück sind alle geduldig mit mir und ich sage euch eins: Ich gebe mein Bestes!


Unsere Philosophie zu Pferden

Unser Konzept der Pferdehaltung ist komplex, da es an den natürlichen Bedürfnissen der Pferde angelehnt ist. Schlagworte zu unserer Pferdehaltung sind: Abwechslung; Selbstbestimmung; Artgenossen; Beschäftigung; Bewegung

Der Umgang mit Tieren

Tiere haben ein Bewusstsein, Gefühle und eine Psyche, die der des Menschen in ihren basalen Bedürfnissen ähnlich ist. Sie verdienen Respekt und Achtung für ihre Persönlichkeit und ihre Privatsphäre, im Gegenzug erwarten wir von ihnen ein angepasstes Verhalten an die notwendigen Regeln des Zusammenlebens mit Menschen. Dieses Abkommen erzeugt ein kooperatives Zusammenspiel zwischen unseren Tieren und unseren KlientInnen.

Der Umgang mit Pferden

Wir haben insgesamt 11 Pferde. Alle im Therapiebereich eingesetze Pferde haben eine zwei- bis dreijährige Grundausbildung und dürfen erst dann als e.motion Therapiepferde arbeiten. Dies bringt eine hohe Verlässlichkeit gepaart mit viel „Verstand“ der Tiere für ihren Job.

Pferde sind Lebewesen wie Menschen auch; das heißt nicht, dass man Pferde im Bezug auf unsere Kulturtechniken „vermenschlichen“ sollte, dass aber die basalen Gefühle und Bedürfnisse von Pferden und Menschen ähnlich sind. Pferde sind (in unserem Sinn) nicht vernünftig, daher müssen w i r auf sie „aufpassen“ wie auf Kinder.

Pferde sind Herdentiere. Sie wissen, dass es eine Rangordnung gibt und sie müssen ihrem Leittier oder menschlichem „Führer“ voll vertrauen können. Sie müssen selbstverständlich annehmen können, dass derjenige jede Situation richtig einschätzt. Nur wenn sie dieses Vertrauen haben, werden sie R e s p e k t schenken. Vertrauen hat nichts damit zu tun, wie „lieb“ jemand mit seinem Pferd umgeht. Sehr vorsichtiges, verhätschelndes, fragendes, bemutterndes Verhalten kann Pferden das Gefühl geben, der Mensch möchte seine Leittier-Verantwortung nicht tragen, sondern sucht seinerseits Schutz beim Pferd. Dies führt nicht zu Vertrauen und folglich auch nicht zu Respekt, je nach Pferdetyp wird das Pferd entweder die „Zügel selbst in die Hand“ nehmen und versuchen, nach bestem Pferde-Wissen und Pferde-Gewissen diesen Menschen in Sicherheit zu bringen. Es wird aber nicht mit diesem Menschen mitgehen, da es ihm nicht vertraut.

Wichtig ist es, den Pferden ein klarer, realer Partner zu sein. Pferde haben ein sehr feines Gespür für menschliche „Verdeckungskünste“. D.h. wenn ich von einem Pferd etwas will, muss ich das klar als meinen Wunsch und nicht als Frage darstellen.

Druck erzeugt immer Gegendruck. Ziehen, rempeln usw. lösen meist sehr klare Gegenreaktionen aus. Mentaler Druck (Gesten, Reden, Fuchteln, sich Großmachen…) ist immer physischem vorzuziehen, da physischer Druck, Gegendruck erzeugt.



[Keine Beschreibung eingegeben][Keine Beschreibung eingegeben]