Grundlagen

Equotherapie, die Therapie mit Pferden, beruht auf der besonderen Begabung dieser Tiere, nonverbale Körperimpulse zu erkennen und den TherapeutInnen rückzumelden.
Das Pferd ist fürsorglich – es trägt den Menschen – und fordert gleichzeitig Verantwortung und Mut, denn es muss geführt und gesteuert werden. Diese antagonistischen Impulse werden von den TherapeutInnen aufgegriffen und so dosiert, dass die KlientInnen dadurch wachsen können. All das basiert auf einer lautlosen Sprache, die durch Körperspannung, Mimik und Gestik entsteht: auf einem Bewegungsdialog!
Menschen, die vor großen Herausforderungen stehen oder großes Leid erlebt haben, schätzen dieses einzigartige Beziehungsangebot ohne Absicht, ohne Sprache, ohne gesellschaftlichen Kontext.

Struktur

Die Equotherapie gliedert sich in vier ineinander übergreifende Phasen:

Begegnungsphase
Am Beginn werden alle notwendigen Fähigkeiten zur gemeinsamen Therapie aufgebaut.

Motorische Phase
Danach gilt es, den eigenen Körper zu spüren und seine motorischen Fähigkeiten zu trainieren.

Dialogphase
Nun wird die erlernte Motorik und Körperwahrnehmung im Bewegungsdialog mit dem Tier verfeinert.

Sprachliche Phase
Zuletzt wird der Einsatz von Körpersprache um die analoge Sprache, Wörter und Gespräche erweitert.

Wirkung

Die Effekte der Equotherapie sind vielfältig:
  • Stärkung des Selbstvertrauens; Aufwertung des Selbstbildes, Selbstreflexion 
  • Verbesserung der Konzentrations- und Lernfähigkeit, sowie des räumlichen Orientierungsvermögens 
  • Verbesserung der allgemeinen Beweglichkeit, der Bewegungskoordination und des Gleichgewichtssinnes
  • Entspannung (auch bei spastischen Erscheinungsformen)  
  • Bereitschaft, sich Ziele zu setzen und diese anzustreben 
  • Möglichkeit, sich traumatischen Erlebnissen zu stellen und zu lernen, diese in ein zufriedenes Leben zu integrieren 
  • Persönlichkeitsentwicklung

Interdisziplinäre Methodenvielfalt

Neben dem Medium Pferd ergibt sich meist aus dem Quellenberuf und den Zusatzqualifikationen der betreuenden TrainerInnen, PädagogInnen und TherapeutInnen eine Interdisziplinäre Methodenvielfalt. Diese schafft Zugänge zu den individuellen Lebenssituationen aus den verschiedensten Blickwinkeln.
So z. B. bei Elementen aus der Erlebnispädagogik: Kooperationsspiele und Problemlösungsaufgaben können helfen, eine Gruppe lebendig zu machen und am Beispiel des Spieles die eigene Rolle zu reflektieren – Neues wird erprobt, Altes gefestigt.

Unser Ansatz betont die grundlegenden Bedürfnisse. Natürliche Erfahrungen werden durch Reflexionsphasen erlebbar gemacht – diese Auseinandersetzung soll „Hand, Kopf und Herz“ vereinen. Wir wollen einen Rahmen schaffen für Entwicklung und Erholung. Die verschiedenen Medien und Methoden fließen ineinander und sind weder in ihrer Wirkung noch in ihrem „Nutzen“ voneinander abzugrenzen. Möglicherweise ist es gerade die Kombination und die Einheit der Medien und Methoden, welche die „Wirkung“ dieser Aktion ausmachen.

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